Exkursion zur Hochzeit der Amphibien

Erdkröte. Foto: Birgit Peil | NABU Sachsen

Das Frühjahr ist die Hoch-Zeit der Amphibien, denn dann sind sie in Paarungsstimmung. Sie verlassen ihre Winterquartiere und begeben sich zu den Laichgewässern, um hier für Nachwuchs zu sorgen. Um dieses Naturschauspiel in der Auenlandschaft zu erleben, hatte das Projekt „Lebendige Luppe“ am 9. April 2015 zu einer Exkursion eingeladen.

Exkursion zur Hochzeit der AmphibienDie Projektmitarbeiterinnen Daniela Dick (naturwissenschaftliche Begleitforschung) und Birgit Peil (Umweltbildung) stellten Frösche, Kröten und Co. sowie ihren Lebensraum vor.

Die Auenlandschaft ist ein vom Wasser geprägtes Ökosystem, das viele verschiedene Lebensraumtypen und deshalb eine besonders große Artenvielfalt hat. Zur vielfältigen Landschaft gehören auch verschiedene Gewässer, die Heimat sind für bedrohte Amphibien. Unter anderem sind hier Moorfrösche, Rotbauchunken und Erdkröten zuhause und konnten bei der Exkursion am Laichgewässer beobachtet und belauscht werden.

Auch erfahrene Amphibienkenner waren unter den Teilnehmern und konnten mit  ihren Informationen die Exkursion bereichern. - Foto: Birgit Peil | NABU Sachsen

Durch menschliche Einflüsse trocknet die Auenlandschaft mehr und mehr aus, außerdem wurden viele Amphibienlebensräume zerstört. Das Projekt „Lebendige Luppe“ will dem entgegenwirken. Alte, heute trockengefallene Fließgewässer in der Aue sollen wieder mit Wasser versorgt werden, um in einem begrenzten Gebiet die ökologischen Verhältnisse zu verbessern. Davon profitieren sollen auch auentypische Tier- und Pflanzenarten, wie die Amphibien. Teil des Projektes ist auch die bessere Wasserversorgung der Papitzer Lachen bei Schkeuditz. Sie sind ein besonders wertvoller Amphibienlebensraum und waren Ziel der Exkursion.

Kleiner Frosch ganz groß: Das wird eine Nahaufnahme. - Foto: Birgit Peil | NABU Sachsen

Auch erfahrene Amphibienkenner waren unter den Teilnehmern und konnten mit ihren Informationen die Exkursion bereichern. Außerdem hatten sich Naturfotografen angeschlossen, die von den Lurchen einige „Hochzeitsfotos“ machen konnten.

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