Baumaßnahmen des NABU Sachsen

Parallel zu den Baumaßnahmen der Stadt Leipzig nahm sich der NABU Sachsen im Zuge des Projekts den Wasserläufen nördlich der Neuen Luppe im Bereich der Papitzer Lachen bei Schkeuditz an. Seit Jahrzehnten setzen sich ehrenamtliche Mitglieder des NABU-Regionalverbands Leipzig für die Erhaltung der wertvollen, aber nicht immer optimal mit Wasser versorgten Amphibienhabitate ein. Bereits in den 1990er-Jahren initiierte der NABU den Bau einer Wassereinleitung aus der Weißen Elster, die seitdem Teilen der Papitzer Lachen periodisch Wasser zuführt.

Der alte Wassereinlass war durch Baumängel, Frosteinwirkung und Setzungen von 10 bis 20 cm stark beschädigt. Die Regulierung der Wassermenge ließ sich nur noch von Hand durch ein Stecksystem aus Bretterbohlen ermöglichen. - Foto: Maria Vitzthum

Dieses mittlerweile marode Einlassbauwerk konnte im Rahmen des Projekts Ende 2015 erneuert werden. Das alte Bauwerk wurde abgebrochen, ein neues Fundament gegossen und der neue Wassereinlass eingebaut. Eine feierliche Einweihung gab es Anfang April 2016, pünktlich zu Beginn der Amphibienlaichzeit, wenn das einströmende Wasser den Fröschen und Unken im Gebiet optimale Bedingungen bietet. Bernd Heinitz, der Vorsitzende des NABU Sachsen, der Bürgermeister von Schkeuditz Lothar Dornbusch, Leipzigs Bürgermeister Heiko Rosenthal, Matthias Herbert vom Bundesamt für Naturschutz und Dr. Hartmut Schwarze vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft drehten den "Hahn" für die Wasserzufuhr feierlich auf. Aktuell kann der NABU als Wasserrechtsinhaber eine Höchstwassermenge von 55l/s entnehmen und durch kleine Wiesengräben, Furte und Querungen in die Papitzer Lachen schicken.

Bestandsabriss im November 2015 - Foto: Ludo van den Bogaert Die Vorbereitung des Untergrundes durch eine Stabilisierungsschicht aus Beton. - Foto: Ludo van den Bogaert Das neue, 11 Tonnen schwere Bauwerk wird mit zwei Baggern eingelassen. - Foto: Ludo van den Bogaert Das neue Rohr wird in Sand eingebettet. - Foto: Ludo van den Bogaert Der Durchlass ist fertig und langsam steigt das Grundwasser. - Foto: Ludo van den Bogaert Im Zuge der Erneuerung wurde auch das Absetzbecken zur natürlichen Klärung des Wassers aus der Weißen Elster entschlammt. - Foto: Sabine Schlenkermann v.l.n.r: Lothar Dornbusch (Bürgermeister Schkeuditz), Matthias Herbert (Bundesamt für Naturschutz), Heiko Rosenthal (Beigeordneter für Umwelt, Ordnung, Sport Leipzig), Dr. Hartmut Schwarze (Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft) und  - Foto: Maria Vitzthum
Das erneuerte Entnahmebauwerk - Foto: Maria Vitzthum

Im Januar und Februar 2016 wurden zudem zwei Wegquerungen mit unterirdischen Rohrleitungen im Rahmen einer Unterhaltungsmaßnahme ausgebessert, beide im Laufe der Jahre zugeschlämmt und baufällig geworden.

Vor der Instandsetzung der Rohre wurden diese auf überwinternde Fledermäuse abgesucht. - Foto: Sabine Schlenkermann Die Querung Maßlauer Linie wurde als Rohrdurchlass realisiert. - Foto: Stefan Göttsche Die Querung Frehde-Kette wurde als Furt am Rand einer Wiese umgesetzt. - Foto: Sabine Schlenkermann

Durch die Unterhaltung der vorhandenen Fließstrecke erhält die Nordwest-Aue eine funktionierende Lebensader, die vordergründig der Ableitung von Hochwassern dient und daher nur periodisch Wasser führt - analog zur Bewässerung der Papitzer Lachen. Durch das erneuerte Auslassbauwerk können auwald-typische Trockenzeiten und Perioden mit erhöhter Wasserzufuhr simuliert werden. Insgesamt wird das Fließgewässer durch die Anhebung des Grundwasserspiegels eine positive Wirkung auf die Stillgewässer entfalten und der Entwässerung durch die Neue Luppe entgegenwirken, die einerseits aus der Sohlvertiefung, andererseits aus dem Geländegefälle resultiert.

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