Wissensvermittlung über die Auen

 Foto: Maria Vlaic | NABU Sachsen

Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung im Projekt Lebendige Luppe
Am 11. Dezember 2014 fand im Technischen Rathaus der Stadt Leipzig zum Jahresabschluss die zweite Projektbegleitende Arbeitsgruppe (PAG) in diesem Jahr statt. Insbesondere die Kommunikation mit und die Beteiligung von Bürgern bei derartigen Projekten sowie die Vermittlung von Ökosystemleistungen von Auenlandschaften in der Umweltbildung standen dieses Mal im Mittelpunkt des Interesses. Etwa zwei Jahre nach dem Start des Projektes „Lebendige Luppe“ und ein Jahr nach der bundesweiten Auftaktfachkonferenz im Jahr 2013 ließen sich Vertreter_innen des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und des Projektträgers im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (PT-DLR) über den aktuellen Planungsstand, die sozialwissenschaftliche Begleitforschung und die Arbeit der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung des Projektes informieren.

Felix Krebber (Universität Leipzig) sprach über Möglichkeiten der Bürgerbetiligung. - Foto: Maria Vlaic | NABU Sachsen

Sylke Nissen (sozialwissenschaftliche Begleitforschung / Uni Leipzig) präsentierte einige der Ergebnisse der letzten Bürgerumfrage in Leipzig, die auch in der Öffentlichkeitsarbeit des Projekts „Lebendige Luppe“ Verwendung finden werden. Sie geben Aufschluss über die Kenntnis der Bevölkerung zu Schlüsselthemen und Schlagworten im Bereich Natur und Umwelt. Interessant ist auch die Gewichtung einzelner Funktionen des Auwaldes für die Bevölkerung. Gastbeiträge zu den Themen Bürgerumfrage und -beteiligung sowie Akzeptanz von Großprojekten kamen von Frau Dr. Schultz (Amt für Statistik und Wahlen, Stadt Leipzig) und Felix Krebber (Universität Leipzig). Sie gaben wichtige Anregungen für die Arbeit im Projekt „Lebendige Luppe“. Maria Vlaic, Koordinatorin der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung (NABU Sachsen), zeigte die Arbeitsschwerpunkte des Kontaktbüros im Jahr 2014 auf. Hier entstehen auch in Zukunft Angebote, wie Exkursionen und Infoabende, aber auch viele Umweltbildungsprodukte, wie der Forscherrucksack für Kinder, der kostenfrei ausgeliehen werden kann. Auch die Mitarbeiter_innen und Auftragnehmer für Planung und Baumaßnahmen nördlich und südlich der neuen Luppe bekamen die Möglichkeit, Fortschritte zu präsentieren. In einem Beitrag des Institutes für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft GmbH (IWS) wurden erste vorläufige Erkenntnisse der noch laufenden Modellierungen vorgestellt, die die Grundlage für weitere Planungen bilden werden. Ende Januar 2015 werden sich diese Erkenntnisse weiter verfestigt haben und dann eine gute Grundlage für weiterführende Diskussionen und Abstimmungen mit allen Akteuren liefern.

Ulrich Detering (2.v.l.) unterstützt als Fachberater das Projekt ,,Lebendige Luppe''. - Foto: Maria Vlaic | NABU Sachsen

Während der ganztägigen Veranstaltung gab es Platz für Vorträge, Fragen und Diskussionen. Unterstützung und Anregungen kamen indes auch von anderer Seite. Ulrich Detering, Leiter des Projektes zur Renaturierung der Lippe in Arnsberg (Nordrhein-Westfalen) war erstmals im Fachbeirat vertreten. In der Lippe-Aue hat man bereits viele Jahre Erfahrung in Sachen Auenrenaturierung gesammelt. Erste Maßnahmen begannen bereits Mitte der 1990er Jahre. Ulrich Detering war schon häufiger unterwegs, um von Problemen und Erfolgen zu berichten – in Leipzig zuletzt im Rahmen des Auwaldforums der Stadt Leipzig.

Der Dank für diese Veranstaltung geht an die zahlreichen Teilnehmer_innen, die mit ihren Diskussionen einen wichtigen Beitrag zum Projekt geleistet haben. An diesem Tag konnten viele Ideen für das kommende Jahr gesammelt werden.

Angeregte Gespräche beim Treffen der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe. - Foto: Maria Vlaic | NABU Sachsen
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