Aktuelles
weitere Beiträge >>

Zschampert wird renaturiert

Historisches Auengewässer fließt bald wieder in seinem natürlichen Gewässerbett

BfN-Präsidentin Riewenherm und Umweltbürgermeister Rosenthal am neu gestalteten Zschampert. | Foto: Philipp Steuer
BfN-Präsidentin Riewenherm und Umweltbürgermeister Rosenthal am neu gestalteten Zschampert. | Foto: Philipp Steuer

21. Mai 2026 – Die Renaturierung des nördlichen Abschnitts des Zschamperts steht kurz vor dem Abschluss. Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins haben die Stadtverwaltungen Leipzig und Schkeuditz als Bauherren vor wenigen Wochen über den aktuellen Stand und die finale Phase der Arbeiten informiert. Die Fließgewässerlänge wurde von rund 1,1 Kilometern auf insgesamt 6,5 Kilometer erweitert und die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers damit deutlich verbessert.

Voraussichtlich ab Ende Juni 2026 wird der Fluss in der Nordwestaue dann wieder in seinem historischen Gewässerbett verlaufen. Dies ermöglicht die so wichtigen regelmäßigen, auentypischen Überflutungen im angrenzenden Hartholzauwald. Gleichzeitig ist die Revitalisierung des Zschampert bedeutend für die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

„Mit der Revitalisierung des Zschamperts werden wieder hochwertige Lebensräume geschaffen, miteinander vernetzt und die ökologischen Bedingungen in der Aue durch naturnahe Fließgewässer und eine Verbesserung des Wasserhaushalts wiederhergestellt“, sagte Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal. „Damit bringen wir ein weiteres Stück Auenlandschaft zurück, das über Jahrzehnte verloren gegangen war. Das ist ein großer Gewinn für die biologische Vielfalt und für die Region.“ 

Der neu gestaltete Zschampert mit eingebauten Steinen und Totholz als Strukturelemente. | Foto: Philipp Steuer
Der neu gestaltete Zschampert mit eingebauten Steinen und Totholz als Strukturelemente. | Foto: Philipp Steuer

Die Revitalisierungsmaßnahmen am Zschampert hatten im November 2022 mit dem Bau der Brücke der B 186 im Bereich Kleinliebenau begonnen. Ende August 2023 starteten die Hauptarbeiten über eine Länge von 5,4 Kilometer sowie der Bau von zwei weiteren Brücken und vier Furten. Dieser Bauabschnitt konnte bereits im April 2024 erfolgreich abgeschlossen werden. Mit einer weiteren Brücke und 1,1 zusätzlichen Kilometern natürlichem Gewässerverlauf wird die Gesamtmaßnahme nun mit dem letzten Bauabschnitt auenökologisch wirksam. 

Gemeinsam mit der Stadt Schkeuditz wertet die Stadt Leipzig die Nordwestaue ökologisch auf und verbessert langfristig die Lebensbedingungen für Mensch und Natur. Es entstehen artenreiche Feuchtlebensräume für zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten, darunter auch die seltene Helm-Azurjungfer.

Die Maßnahme geht auf das Projekt „Lebendige Luppe“ zurück und wurde durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) gefördert.

Aktuelles
weitere Beiträge >>
Termine
Wir laden zu einer spannenden Amphibienexkursion in die Papitzer Lachen, einem ...
alle Termine >>

Fachtagung Lebendige Luppe

Ausgezeichnetes Projekt

gefördert durch

Kontakt