7. Auenökologischer Workshop vom 16. - 18. Mai 2017

 Foto: Maria Vlaic

Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler des Projekts Lebendige Luppe treffen sich zum Austausch mit Kollegen in Koblenz

Flussauen haben in letzter Zeit eine größere Beachtung in der Gesellschaft als zuvor erfahren. Gründe hierfür sind die Erkenntnis, dass Auen neben ihrer bekannten Rolle für Landnutzung und Natur weiterführend für das Wohlergehen der Menschen in der Gesellschaft sorgen. Letzteres kann an den sogenannten Ökosystemleistungen festgemacht werden, wie z. B. der Hochwasser- oder Nährstoffretention, aber auch der Erholungsfunktion. In diesem Zusammenhang sorgt die Biodiversität der Flussauen für einen unschätzbaren Beitrag zu Erhaltung und Förderung dieser von der Natur gratis zur Verfügung gestellten Leistungen.

Um diese Eigenschaften der Flussauen gezielt zu erhalten und zu stärken, ist es erforderlich, die funktionellen Zusammenhänge im Ökosystem Flussaue zu verstehen. Hierzu gibt es in Deutschland zwar einen großen Erfahrungsschatz an empirischem Wissen, dieser reicht jedoch nicht immer aus, um lokale Probleme, wie z. B. die Sohlerosion, Grünlandrenaturierung oder Auenwaldentwicklung richtig einschätzen zu können. Helfen kann dabei die Auswertung alter und aktueller Datensammlungen zur Biodiversität in Auen und zu Standorteigenschaften. Modelle zur Hydrologie sowie zur Abbildung von Nischen oder Habitaten präzisieren die Erkenntnisse, auf deren Grundlage Entscheidungen für Maßnahmen in Auen getroffen werden. Im Zeitalter großer und schneller Computer wird es immer leichter, diese Ressourcen nutzbar zu machen.

Der 7. Auenökologische Workshop soll einen Beitrag zum Verständnis der Biodiversität in Flussauen liefern. Ferner wird thematisiert, welche Daten bereits vorliegen und wie und welche Nischenmodelle sinnvoll in der Planungspraxis und bei Renaturierungsvorhaben eingesetzt werden können. Ebenfalls gibt es Beiträge zu den Themen Auenökologie und Renaturierungsprojekte sowie Monitoring in Auen. Abgerundet wird das Programm durch Exkursionen zur Insel Niederwerth und zur renaturierten Nettemündung.

Aktuelles
Leben am Leipziger Auwald. Erkenntnisse aus der Kommunalen Bürgerumfrage Leipzigs – der Infoabend am 25. September 2019
Der Leipziger Auwald – Ort der Vielfalt, der Erholung und der Bildung – zieht sich wie ein grünes Band durch die Stadt und wird von den Bürgerinnen und Bürgern oft besucht und intensiv genutzt. Prof. Dr. Sylke Nissen und Dipl.-Pol. Karin Lange, die das Projekt Lebendige Luppe sozialwissenschaftlich begleiten, haben im Rahmen der kommunalen Bürgerumfrage über 1.500 Personen nach ihrer Einstellung zur Natur in der Stadt und zum Nutzungsverhalten der heimischen Auenlandschaft befragt. ...mehr
Molchmonitoring in den Papitzer Lachen
Die Papitzer Lachen sind Teil des FFH-Gebietes Leipziger Auensystem. In diesem Gebiet stehen Kammmolch und Rotbauchunke, als FFH-Arten unter einem besonderen Schutz. Um diesem Schutz gerecht zu werden, ist es wichtig durch ein sogenanntes Monitoring mehr über diese Amphibien in Erfahrung zu bringen. ...mehr
Lebendige Luppe im Kontext einer zukünftigen Auenentwicklung - Erfahrungsaustausch zur Auenrevitalisierung
Auf der Tagung „Lebendige Luppe im Kontext einer zukünftigen Auenentwicklung“ vom 6. bis 7. November präsentieren die Projektpartner Stadt Leipzig, Stadt Schkeuditz, Universität Leipzig, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und NABU Sachsen aktuelle Ergebnisse der verschiedenen Projektbausteine. ...mehr
Termin: 06.11.2019
Fachtagung: Lebendige Luppe im Kontext einer zukünftigen Auenentwicklung
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Fachtagung: Lebendige Luppe
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