Neues von der Lebendigen Luppe – Präsentation und Diskussion in Leipzig und Schkeuditz

Stadtbezirksbeirat Alt-West (Leipzig) Foto: Sylke Nissen I Universität Leipzig

Vertreter beider Teile des Projekts Lebendige Luppe haben in dieser Woche die Fortschritte einem interessierten Publikum präsentiert.

Am 7. Oktober tagte im Rathaus Leutzsch der Stadtbezirksbeirat Alt-West. Zur Sitzung, die zunächst unter reger Bürgerbeteiligung stattfand, war Projektleiterin Angela Zábojník, Amt für Stadtgrün und Gewässer, eingeladen, den neuesten Stand des Projektes Lebendige Luppe vorzustellen. Zu Beginn der Sitzung wurde unter anderem eine Einwohneranfrage besprochen, die die wiederkehrende Überschwemmung von Kellern nach dem Bau eines Rechenbauwerks in der Rietschelstraße durch die KWL zu Thema hatte. Da die Fachfrau anwesend war, konnte gleich mit ihr die Problematik diskutiert werden, die sich aus unterschiedlichen Präferenzen von Kleingärtnern am Bauerngraben und Anwohnern der Rietschelstraße ergibt. Diese Aufgabe, divergierende Interessen zu koordinieren und zusammenzuführen, stellt sich auch immer wieder im Projekt Lebendige Luppe. Angela Zábojník zeigte in ihrer Präsentation, wie sich in der Projektplanung verschiedene Ziele niedergeschlagen haben. Die Wiedervernässung von Teilen des Auwaldes, der Hochwasserschutz wie auch die Bewahrung und Verbesserung der biologischen Vielfalt sind nur einige dieser Ziele, die bei der Entwicklung des Verlaufs der Lebendigen Luppe berücksichtigt werden. Das Projekt wurde vom Stadtbezirksbeirat sehr positiv aufgenommen. Die Nachfragen drehten sich um das geplante Scopingverfahren zur Einbeziehung der Träger öffentlicher Belange vor Eröffnung des Planfeststellungsverfahren, um die Gefahren, die dem Auwald aufgrund zunehmender Trockenheit drohen und auch um mögliche Überflutungsszenarien. Frau Zábojník konnte Befürchtungen entkräften, dass durch kontrollierte Überschwemmungen neue Risiken für die Leutzscher Keller entstehen würden. Zu diesem Zeitpunkt hatten viele der Bürger, die zu Beginn die Folgen des KWL-Rechens in der Rietschelstraße kritisch diskutiert hatten, die Sitzung leider schon verlassen.

Am Montag stellte NABU-Mitarbeiterin Sabine Schlenkermann die bevorstehenden Baumaßnahmen dem Technischen Ausschuss in Schkeuditz vor. Auch hier gab es interessierte Nachfragen bezüglich des auf Schkeuditzer Gebiet agierenden Projektteils des NABU Sachsen. Noch im Oktober wird mit der Erneuerung des bestehenden, maroden Bauwerkes begonnen, dass die Wasserversorgung des sensiblen Naturschutzgebietes sicherstellen wird.

Aber am 4. November 2015 besteht im Rahmen der NABU-Veranstaltungsreihe „Der Natur zu Liebe“ im Naturkundemuseum die nächste Möglichkeit, das Projekt Lebendige Luppe in allen seinen Facetten kennenzulernen.

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