Lurche in der Auenlandschaft

Mathias Scholz vom UFZ Leipzig beim Infoabend über Amphibien. Foto: René Sievert | NABU Sachsen

Erste Ergebnisse des Amphibienmonitorings im Projekt "Lebendige Luppe"
Am 3. Juni 2015 kamen Naturschutz- und Amphibienfreunde zum Vortrag des Auenforschers Mathias Scholz ins Kontaktbüro des Projekts „Lebendige Luppe“. Der Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ in Leipzig stellte erste Ergebnisse des Amphibienmonitorings vor.

Im Rahmen des Revitalisierungsprojekts "Lebendige Luppe" wird die Artenvielfalt und Verbreitung der Amphibien im Bereich der Papitzer Lachen im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung durch jährliche Geländepraktika von Biologiestudenten der Universität Leipzig erfasst. Eine Vielzahl von Amphibien hat in den ehemaligen Lehmgruben bei Schkeuditz ein Zuhause gefunden, wie Mathias Scholz berichtet. „Die Auenlandschaft ist einer der bedeutendsten Lebensräume für verschiedenste Arten – darunter auch streng geschützte“, sagt der Forscher. Seit 2013 werden Frösche, Unken und Co. im Rahmen des Projekts „Lebendige Luppe“ beobachtet. „Die Aufnahme erfolgt über die Rufe und Sichtbeobachtungen der Tiere“, erklärt Scholz die Methodik. Im Frühjahr und Sommer hören die Studenten am Rande der Lachen den „Froschkonzerten“ zu und schätzen die Größe des Bestandes. Über die Jahre können dann Änderungen einzelner Arten verfolgt und mit Hilfe anderer Umweltdaten, wie Wasserqualität und -stand, erklärt werden. „Ein solches Monitoring ist wichtig für die Erfolgskontrolle von Revitalisierungsprojekten“ erläutert Scholz.

Natur- und Amphibienfreunde beim Infoabend im Kontaktbüro des Projekts 'Lebendige Luppe'. - Foto: René Sievert | NABU Sachsen

Erdkröte und Wasserfrösche sind in den Papitzer Lachen die häufigsten Arten. Daneben finden sich aber auch seltene und gefährdete Amphibien, wie Rotbauchunke, Laubfrosch und Knoblauchkröte. Der während der Balz im zeitigen Frühjahr blau gefärbte Moorfrosch gehört ebenfalls zum Arteninventar. Im Publikum saßen einige Naturschützer, die das Gebiet kennen wie ihre Westentasche. Sie beobachten die Amphibienwelt schon seit Jahrzehnten und weisen immer wieder auf die Bedrohung durch die fortschreitende Austrocknung der Aue hin. Bereits bestehende Bewässerungsmaßnahmen und eine allgemeine Verbesserung der Wasserqualität in der Weißen Elster sind sicher mitverantwortlich für die langsame Erholung der Bestände. Die wichtigste Schutzmaßnahme für die Arten ist die Erhaltung und Revitalisierung der Lebensräume. Darum verbessert der NABU Sachsen im Projekt „Lebendige Luppe“ die Wasserversorgung der Lachen, die ohne Zufuhr aus der Weißen Elster austrocknen würden.

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