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Baustellenrundgang am 19. Oktober - Auenrevitalisierung am Zschampert

Der Verlauf des historischen und zukünftigen Zschampert nordöstlich von Kleinliebenau. Die weiße Leine im Bild hillft zur Orientierung - sie markiert ein eingemessenes Transekt quer durch den Gewässerlauf. Das Foto ist eine Aufnahme aus der naturwissenschaftlichen Begleitungforschung.  | Foto: Friedricht Darnstaedt | UFZ Leipzig
Der Verlauf des historischen und zukünftigen Zschampert nordöstlich von Kleinliebenau. Die weiße Leine im Bild hillft zur Orientierung - sie markiert ein eingemessenes Transekt quer durch den Gewässerlauf. Das Foto ist eine Aufnahme aus der naturwissenschaftlichen Begleitungforschung. | Foto: Friedricht Darnstaedt | UFZ Leipzig

Die Revitalisierungsmaßnahmen am Zschampert sollen circa im Februar 2025 abgeschlossen sein. Darüber haben heute Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal und der Oberbürgermeister von Schkeuditz, Rayk Bergner, bei einer Baustellenbegehung informiert.

„Nach der bereits erfolgten Revitalisierung des Burgauenbaches werden nun weitere Maßnahmen aus dem Projekt der Lebendigen Luppe im Gebiet sichtbar“, betonte Heiko Rosenthal. „Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Nordwestaue als ökologisch funktionsfähige Auenlandschaft zu erhalten und wiederherzustellen, bedeutende Lebensräume und artenreichen Waldstrukturen zu fördern und der biologischen Vielfalt und der Anpassung an den Klimawandel Rechnung zu tragen.“

Mit dem Auenrevitalisierungsprojekt durch Schkeuditz und Leipzig wird ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung des Auensystems geleistet. Rayk Bergner, Oberbürgermeister von Schkeuditz: „Ich freue mich, dass die Arbeiten auf unserer Flur voranschreiten. Alle Maßnahmen, die durch Renaturierung von Gewässern zum Erhalt der wertvollen Auenlandschaft zwischen Leipzig und Schkeuditz beitragen, sind ein Gewinn für unsere Umwelt und die Menschen, die eine intakte Naturlandschaft genießen wollen.“

Als erster Teilbaustein der Gesamtmaßnahme startete bereits im November 2022 der Bau der Brücke der B 186 über den künftigen Zschampert im Bereich Kleinliebenau. Daran anschließend begannen Ende August 2023 die Hauptarbeiten über eine Länge von 5,4 Kilometer sowie der Bau von zwei weiteren Brücken und vier Furten. Auenökologisch wirksam werden diese erst mit der Renaturierung des bestehenden Abschnittes bis zum Saale-Leipzig-Kanal. Im Februar 2025 wird er wieder durch sein historisches Gewässerbett fließen, regelmäßige auentypische Flutungen im angrenzenden Hartholzauwald ermöglichen. Die Fließgewässerlänge wird von 1,1 auf 6,5 Kilometer verlängert. „Wie hier am Zschampert braucht es bundesweit noch mehr Anstrengungen und Maßnahmen, um Auen als Hotspots der Artenvielfalt zu erhalten und wiederherzustellen“, fordert Sabine Riewenherm, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz. „Intakte Flußauen erfüllen hierbei mehrere Funktionen, denn neben dem Erhalt und Schutz der Biodiversität mildern sie auch die Auswirkungen von Hochwassern entscheidend ab.  Bundesweit, auch hier im Leipziger Raum, sind Auen als Folge des Klimawandels sowie aufgrund begradigter Gewässer durch Austrocknung gefährdet. Umso erfreulicher ist, dass im Rahmen der ,Lebendigen Luppe‘ gegengesteuert wird.“  

Im Rahmen des Projekts Lebendige Luppe arbeiten die Städte Leipzig und Schkeuditz, die Universität Leipzig, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ und der NABU Sachsen gemeinsam an Förderung und Erhaltung auentypischer Biotopstrukturen. Durch die Wiederbelebung ehemaliger Flussläufe und die Förderung von naturnahen Überflutungsereignissen soll der Wasserhaushalt des Auensystems insgesamt verbessert und die biologische Vielfalt gefördert werden. Die Baumaßnahmen am Zschampert kosten insgesamt rund 6,5 Mio. Euro und sind Bausteine des seitens des Bundesamtes für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz im Rahmen des Bundesprogrammes Biologische Vielfalt geförderten Projektes Lebendige Luppe. Auch die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt unterstützt das Projekt finanziell.

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Medieninformation der Stadt Leipzig vom 19. Oktober 2023

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