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Rückschau auf die Schneckenexkursion am 1. Oktober

Keulige Schließmundschnecke in der Elster-Luppe-Aue | Foto: Frank Borleis
Keulige Schließmundschnecke in der Elster-Luppe-Aue | Foto: Frank Borleis

Am 1. Oktober fand die jährliche Schneckenexkursion im Projekt Lebendige Luppe statt. Es regnete, die Veranstaltung war aber trotzdem gut besucht und der Schneckenexperte Frank Borleis führte die Exkursionsteilnehmer in das Domholz und an den Zschampertunterlauf beim Kanitzschwald.

Im Domholz konnte neben der Spanischen Wegschnecke (Arion vulgaris), die eine eingeschleppte Art  ist und seit etwa den 1990er Jahren in Sachsen vorkommt, auch die Keulige Schließmundschnecke (Clausilia pumila) als typische Auwaldschneckenart den Exkursionsteilnehmern präsentiert werden. Sie lebt meist am Boden in der Laubstreu und unter abgestorbenen Pflanzenresten in feuchten Wäldern und bildet damit eine Charakterart der Auwälder. Die Keulige Schließmundschnecke gilt in Sachsen als gefährdet.

Der Zschampertunterlauf zeigte sich ohne fliessendes Wasser. Nur noch Resttümpel waren vorhanden. Dennoch konnten hier die Gemeine Sumpfschnecke (Stagnicola spec.) und die Häubchenmuschel (Musculium lacustre) festgestellt werden, welche an dieser Stelle bisher noch nicht nachgewiesen waren.

Die Häubchenmuschel ist in Sachsen zahlenmäßig auf dem Rückgang und sogar bereits auf der Vorwarnliste zu finden. Häubchenmuscheln findet man vor allem in Tümpeln und Teichen, die nicht zu stark mit Nährstoffen angereichert sind sowie in zeitweilig austrocknenden Kleingewässern, wie sie häufig im Auwald zu finden sind.

 

Wir danken Frank Borleis für diese tolle Exkursion!

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