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Libellen-Exkursion am 10 Juli in die Papitzer Lehmlachen

Männchen und Weibchen des Großen Blaupfeils, der Fließ- und Standgewässer zur Vermehrung nutzt, im Paarungsrad. | Foto: Philipp Steuer I NABU Sachsen
Männchen und Weibchen des Großen Blaupfeils, der Fließ- und Standgewässer zur Vermehrung nutzt, im Paarungsrad. | Foto: Philipp Steuer I NABU Sachsen

Am 10. Juli fand bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein die gutbesuchte diesjährige Libellen-Exkursion in die aus ehemaligen Lehmstichen hervorgegangenen Papitzer Lachen statt. In diesem Lebensraum sind verschiedene Lebensraumtypen vorzufinden, die die diversen Bedürfnisse verschiedenen Libellenarten abdecken. Libellen haben mitunter recht verschiedene Vorlieben bezüglich der Lebensraumeigenschaften. So werden je nach Art mal solche mit Besonnung oder Beschattung bevorzugt, oder solche mit einer besonderen Ausprägung der Unterwasservegetation oder dem Vorhandensein von Schwimmblattvegetation. Einige Arten tolerieren Fischbesatz, andere nicht.

Zu Beginn der Exkursion wurden zwei Beobachtungspunkte an der nahgelegenen Weißen Elster gewählt. Dort wurden typische Vertreter der Fließgewässer beobachtet wie die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) bei der Eiablage und eine frisch geschlüpfte Grüne Flussjungfer (Ophiogomphus cecilia). Die Grüne Flussjungfer wurde 2014 als gefährdete Art (nach Flora-Fauna-Habitatrichtlinie im Anhang II) zur Leipziger Auwaldart gewählt. Diese Libellenart ist aufgrund ihrer engen Bindung an naturnahe und nur gering mit Schadstoffen belastete Fließgewässer nach 1950 aus weiten Teilen Mitteleuropas verschwunden. Neben den Schad- und Nährstoffeinleitungen gelten wasserbauliche Maßnahmen wie Begradigung, Uferbefestigung sowie Ausbaggerungen von Sedimenten zur verbesserten Schiffbarkeit als Ursachen für deren Verdrängung. An den Beobachtungspunkten der Weißen Elster wurde weiterhin die Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) bei der Eiablage beobachtet.

Im zweiten Teil der Exkursion wurden zwei Lachen als typische Standgewässer besucht. Dabei konnten die interessierten Teilnehmer typische Vertreter wie die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) und sowohl das Kleine (Erythromma viridulum) als auch und Großes Granatauge (Erythromma najas) beobachten. Beide Granataugenarten benötigen eine Schwimmblattvegetation auf dem Gewässer, da sie die Wasserfläche kaum verlassen und auf den Pflanzenblättern auch ruhen.

Hinsichtlich der Lebensraumvorlieben nutzen die Blaue Federlibelle (Platycnemis pennipes) und der Großer Blaupfeil (Orthetrum cancellatum) sowohl Stand- als auch in Fließgewässern. Auch diese beiden Arten konnten während der Exkursion an der Weißen Elster und den Lachen beobachtet werden, letztere sogar bei der Paarung, bei der die Libellen ein sogenanntes Paarungsrad bilden.

Das Projekt der Lebendigen Luppe dankt dem Exkursionsleiter Marcus Held!

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