Neues zum Projektgeschehen

Mehrmals im Jahr tagt der Fachbeirat des Projekts Lebendige Luppe – so auch am 15. März 2016 im Technischen Rathaus der Stadt Leipzig

Das Gremium, bestehend aus Vertretern verschiedener Behörden und Institutionen, berät den Planungsprozess. Dazu gehören die Landesdirektion, die Landestalsperrenverwaltung, die Landes- und Stadtforstbehörden, die unteren Naturschutz- und unteren Wasserbehörden der Stadt und des Landkreises. Sie werden hier regelmäßig über den Planungsprozess informiert und können wertvolle Hinweise geben.

Am 15. März informierten die Projektmitarbeiter_innen über das aktuelle Vorgehen, die vorläufigen Ergebnisse der Planungen, der Modellierungen sowie der naturschutzfachlichen Bewertungen und Leitbilder. Im Vordergrund standen zukünftige Hochwasserereignisse und ihre Bewertung in naturschutzfachlicher, wirtschaftlicher und städtebaulicher Hinsicht. Die Lebendige Luppe im südlichen Projektgebiet wird unter Einbindung verschiedener Altarme durch den Auwald verlaufen. Das Wasser wird nach aktuellem Planungsstand nun ausschließlich der Nahle entnommen. Für das dafür nötige Speisungsbauwerk wurden mehrere Umsetzungsmöglichkeiten vorgestellt. Auch über die Nutzung des bereits bestehenden Nahleauslassbauwerkes wurde nachgedacht. Im Hochwasserfall können maximal 30 m³/s Wasser das Einlassbauwerk passieren, das entspricht der Abflussmenge eines Hochwassers, das statistisch gesehen alle 5 Jahre auftritt. Mit dieser Wassermenge können mindestens 40% des bestehenden Hartholzauwaldes ökologisch geflutet werden – für durchschnittlich 15 Tage. Den Behördenvertretern wurden die Überschwemmungsflächen vorgestellt und auf potentielle Nutzungskonflikte mit Stillgewässerbiotopen oder wirtschaftlichen Nutzungsformen hingewiesen. Auch die Ausweitung des Dauerflächenbeobachtungsnetzes der wissenschaftlichen Begleitforschung und die kürzlich abgeschlossenen Baumaßnahmen des NABU Sachsen im nördlichen Projektgebiet wurden thematisiert.

Klar hervorgehoben wurde der „No-Regret“- Ansatz des Projektes: Auf die Maßnahmen der Lebendigen Luppe kann ein weitergehendes Gesamtkonzept zur Entwicklung der Nordwest-Aue aufgebaut werden.

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