Der NABU Merseburg-Querfurt zu Gast beim Projekt Lebendige Luppe

Informationsabend März 2016 Foto: Maria Vlaic I NABU Sachsen

Es war unerwartet voll im kleinen Kontaktbüro in Leipzig-Gohlis. Nicht nur Leipziger interessierten sich für den Vortrag aus dem benachbarten Sachsen-Anhalt. Martina Hoffmann vom NABU Merseburg-Querfurt stellte Geschichte und Gegenwart der Wildbettluppe, die in Sachsen-Anhalt in die Saale mündet, vor. Die Wildbettluppe ist der westliche Teil der durch den Bau der Neuen Luppe in den 1930er-Jahren mehrfach durchtrennten (südlichen) Alten Luppe und wie viele andere Fließgewässer der Elster-Luppe-Aue von der Wasserversorgung abgeschnitten. Mit der zukünftigen Lebendigen Luppe soll sich das ändern. Ein Teil der Wassermenge aus der Lebendigen Luppe soll durch ihre Betten weiter fließen und so auch den Wasserhaushalt der Wildbettluppe verbessern. Wichtig ist das nicht nur zur Erhaltung der schützenswerten Flora und Fauna, sondern auch im Hinblick auf den Wallendorfer und Raßnitzer See, zwei Tagebauseen, deren Wasser ebenfalls in die Wildbettluppe geleitet werden soll und mit dem qualitativ guten Wasser der Lebendigen Luppe aufgewertet werden könnte. Die Sorgen der Anwohner, dass zuviel Wasser in das alte Bett geleitet werden könnte und so nasse Siedlungen entstünden, konnte Jens Riedel (Stadt Leipzig, Amt für Stadtgrün und Gewässer), Projektmanager im Projekt Lebendige Luppe, nehmen. Von den Hochwassern der vergangenen Jahre weiß man um die zahlreichen Querverbauungen und flussnahen Kanalisationen, die einen Transport größerer Wassermengen verhindern. Bei den Planungen zur Lebendigen Luppe finden diese Kenntnisse Berücksichtigung.

Im Anschluss an den Vortrag wurde rege diskutiert. Ein wertvoller Meinungsaustausch zwischen Projektmitarbeitern und Anwohnern. - Foto: Ludo van den Bogaert
Aktuelles
Leben am Leipziger Auwald. Erkenntnisse aus der Kommunalen Bürgerumfrage Leipzigs – der Infoabend am 25. September 2019
Der Leipziger Auwald – Ort der Vielfalt, der Erholung und der Bildung – zieht sich wie ein grünes Band durch die Stadt und wird von den Bürgerinnen und Bürgern oft besucht und intensiv genutzt. Prof. Dr. Sylke Nissen und Dipl.-Pol. Karin Lange, die das Projekt Lebendige Luppe sozialwissenschaftlich begleiten, haben im Rahmen der kommunalen Bürgerumfrage über 1.500 Personen nach ihrer Einstellung zur Natur in der Stadt und zum Nutzungsverhalten der heimischen Auenlandschaft befragt. ...mehr
Molchmonitoring in den Papitzer Lachen
Die Papitzer Lachen sind Teil des FFH-Gebietes Leipziger Auensystem. In diesem Gebiet stehen Kammmolch und Rotbauchunke, als FFH-Arten unter einem besonderen Schutz. Um diesem Schutz gerecht zu werden, ist es wichtig durch ein sogenanntes Monitoring mehr über diese Amphibien in Erfahrung zu bringen. ...mehr
Lebendige Luppe im Kontext einer zukünftigen Auenentwicklung - Erfahrungsaustausch zur Auenrevitalisierung
Auf der Tagung „Lebendige Luppe im Kontext einer zukünftigen Auenentwicklung“ vom 6. bis 7. November präsentieren die Projektpartner Stadt Leipzig, Stadt Schkeuditz, Universität Leipzig, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und NABU Sachsen aktuelle Ergebnisse der verschiedenen Projektbausteine. ...mehr
Termin: 06.11.2019
Fachtagung: Lebendige Luppe im Kontext einer zukünftigen Auenentwicklung
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Fachtagung: Lebendige Luppe
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Mo: 9–18 Uhr
Di–Do: 9–15 Uhr
(Eingang über Coppistraße, neben Nr. 69)

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