Zu Besuch in Lippstadt

Lippeseeumflut (2015) - Die Lippeaue ist von Weichholzaue geprägt. Am Ufer stehen Weiden und Erlen. Dahinter schließen sich oft ausgedehnte Wiesen an. Foto: Maria Vlaic I NABU Sachsen

Am 24. Und 25. September 2015 waren die Mitarbeiter des Projektes Lebendige Luppe in Lippstadt zu Gast. Hier fließt die Lippe, ein Fluss von 220 km Länge, der in weiten Teilen verbaut und begradigt wurde. Seit vielen Jahren wird die Lippeaue renaturiert. Abschnitt um Abschnitt wird dem Wasser wieder Raum gegeben um sich auszubreiten. Mit sichtbaren Erfolg. Die „neue“ Umgebung wird von der Bevölkerung seitdem nicht nur stärker zur Freizeitgestaltung genutzt. Der Hochwasserschutz ist deutlich sichtbar. Bei den jährlichen Hochwassern breitet sich die Lippe in der Landschaft vor den Toren der Stadt aus, in der Innenstadt sind sie jedoch kaum spürbar. Die Aue ist hier wieder eine natürliche Retentionsfläche (Rückhaltefläche) für das Wasser. Beeindruckend war die Eigendynamik, mit der sich die Lippe ihr Bett gestaltet. Zwar wurde vom Menschen Flussschlingen ausgehoben und ein naturnahes Gebiet gestaltet, es dauerte aber nur wenige Monate, bis die Lippe ihre eigenen Vorstellungen durchgesetzt hat.

Wer sich einen Eindruck verschaffen will, kann das: hier tun.

Für die Mitarbeiter des Projektes war dieses Arbeitstreffen nicht nur der Wanderungen wegen wertvoll. Sie kamen mit den Machern der Lippe-Renaturierungsprojekte in Kontakt und konnten über Probleme und Erfolge sprechen. Von diesem Erfahrungsaustausch wird das Projekt in allen Bereichen profitieren. Anwesend waren auch Vertreter der Fördermittelgeber des Projektes Lebendige Luppe. Dieser Kontakt ist wichtig für den weiteren Verlauf des Projektes, dass wie der Fluss selbst auf die aktuellen Gegebenheiten reagiert und mitunter seinen Verlauf anpasst.

Prallhang Westernmersch (2015) - Durch die Kraft des Wassers entstehen in den Schlingen Prallhänge. Hier „gräbt“ sich das Wasser immer tiefer in die Landschaft ein und bildet so neue Arme.  - Foto: Maria Vlaic I NABU Sachsen Renaturierte Flößwiesen (Tallewiesen) um Lippstadt (2015) - Durch die Mäander (Flussschlingen) verlängert sich die Fließstrecke erheblich - im Bereich Tallehof (im Bild) von c.a. 1 km begradigtem Verlauf auf 1,7 km. - Foto: Maria Vlaic I NABU Sachsen Der Eisvogel an der Lippe - Prallhänge sind optimale Lebensräume für Eisvögel. - Foto: Maria Vlaic I NABU Sachsen
Aktuelles
Leben am Leipziger Auwald. Erkenntnisse aus der Kommunalen Bürgerumfrage Leipzigs – der Infoabend am 25. September 2019
Der Leipziger Auwald – Ort der Vielfalt, der Erholung und der Bildung – zieht sich wie ein grünes Band durch die Stadt und wird von den Bürgerinnen und Bürgern oft besucht und intensiv genutzt. Prof. Dr. Sylke Nissen und Dipl.-Pol. Karin Lange, die das Projekt Lebendige Luppe sozialwissenschaftlich begleiten, haben im Rahmen der kommunalen Bürgerumfrage über 1.500 Personen nach ihrer Einstellung zur Natur in der Stadt und zum Nutzungsverhalten der heimischen Auenlandschaft befragt. ...mehr
Molchmonitoring in den Papitzer Lachen
Die Papitzer Lachen sind Teil des FFH-Gebietes Leipziger Auensystem. In diesem Gebiet stehen Kammmolch und Rotbauchunke, als FFH-Arten unter einem besonderen Schutz. Um diesem Schutz gerecht zu werden, ist es wichtig durch ein sogenanntes Monitoring mehr über diese Amphibien in Erfahrung zu bringen. ...mehr
Lebendige Luppe im Kontext einer zukünftigen Auenentwicklung - Erfahrungsaustausch zur Auenrevitalisierung
Auf der Tagung „Lebendige Luppe im Kontext einer zukünftigen Auenentwicklung“ vom 6. bis 7. November präsentieren die Projektpartner Stadt Leipzig, Stadt Schkeuditz, Universität Leipzig, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und NABU Sachsen aktuelle Ergebnisse der verschiedenen Projektbausteine. ...mehr
Termin: 06.11.2019
Fachtagung: Lebendige Luppe im Kontext einer zukünftigen Auenentwicklung
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Fachtagung: Lebendige Luppe
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