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Der Biber als Landschaftsgestalter

Spurensuche in der Leipziger Aue mit dem NABU Sachsen

Biberfraß | Foto: Uwe Schroeder
Biberfraß | Foto: Uwe Schroeder

Wenn es Herbst wird, gibt es an Leipzigs Gewässern wieder Spuren „tierischer Landschaftsgestalter“ zu entdecken. Biber legen Wintervorräte an und schaffen mit dem Bau ihrer Burgen kleine und große Feuchtgebiete. Angesichts eingedeichter Auen, begradigter Flussläufe und zunehmender Trockenheit sind deren Funktionen wichtiger geworden. Im Gebiet der nordwestlichen Aue sind Biberbauten bekannt, die teils unterstützen, dass manche Flächen wieder nasser und damit auentypischer werden.

Um den Leipzigerinnen und Leipzigern den Biber und seinen Beitrag zur Revitalisierung der Aue näher zu bringen, laden der NABU Sachsen und das Amt für Stadtgrün und Gewässer am Sonntag, den 11. Oktober 2026, von 15 bis 18 Uhr zur gemeinsamen Biber-Exkursion an der Parthe ein. Die Teilnahme ist kostenlos.

Unter fachkundiger Leitung des NABU-Biberexperten Jan Schöne können Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rosental auf Spurensuche gehen: Wo lebt der Biber? Wo hat er gearbeitet? Welche Auswirkungen hat das auf Natur und Gewässerentwicklung? Das Rosental bietet Bibern als Teil der Parthenaue einen Lebensraum mit Wald, Gewässern und Offenland bzw. Wiesen.

In Deutschland war der Europäische Biber in den 1950er-Jahren fast ausgestorben. Nur wenige Elbebiber in unserer Region hatten Flussbegradigungen und intensive Jagd überlebt, z. B. in der Dübener Heide. Von dort aus begann zu DDR-Zeiten ihre Wiederausbreitung. Heute leben in Sachsen wieder ca. 2.000 Biber – eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes.

Während der Exkursion am 11. Oktober erfahren die Teilnehmenden auf einer Gesamtstrecke von knapp 1 km vieles über den Europäischen Biber und seine Lebensweise. Die Veranstaltung ist Teil einer Exkursionsreihe zur Leipziger Auenlandschaft, die in Kooperation mit dem NABU Sachsen angeboten wird.

Um eine Anmeldung unter anmeldung_at_lebendige-luppe.de oder 0341-3374150 bis zum 9. Oktober wird gebeten. Der Treffpunkt wird Ihnen nach der Anmeldung mitgeteilt. Die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird gewährleistet. Bitte achten Sie auf geeignete, wetterfeste Kleidung und Insektenschutz. Wer ein Fernglas besitzt, kann dieses gerne mitbringen.

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