Info-Markt am 25. Mai: Was uns der Auwald verrät - Erkenntnisse aus einem urbanen Wald

In Totholz tobt das Leben - im Vortrag von Prof. Christian Wirth steht Totholz als Indikator der Biodiversität im Fokus. Foto: Maria Vlaic/NABU Sachsen

Info-Markt, wissenschaftliche Vorträge und Ehrung als UN-Dekade-Projekt Biologische Vielfalt

Am 25. Mai laden die Projektakteure ab 13 Uhr zu einem Info-Markt in den Festsaal vom Neuen Rathaus Leipzig (Martin-Luther-Ring 4) ein. An verschiedenen Projektständen werden die Bereiche Gewässerplanung, natur- und sozialwissenschaftliche Begleitforschung sowie Umweltbildung mit Info- und Mitmachangeboten präsentiert. Eine Ausstellung zur Gewässerlandschaft von Leipzig und Schkeuditz sowie der Geschichte des hiesigen Auwalds feiert an diesem Tag Premiere. Ein Teil der Ausstellung ist mit Rätseln, Experimenten und Quizaufgaben speziell für Kinder konzipiert. Abgerundet wird der Info-Markt durch zwei wissenschaftliche Vorträge: Die immense Bedeutung des Totholzes für die Biodiversität rückt Prof. Christian Wirth, Leiter des Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), bei seinem Vortrag über die Totholzforschung im Leipziger Auwald in den Fokus. Totes Holz in all seinen Ausprägungen – ob stehend oder bereits am Boden liegend – wird von einer Vielzahl von Organismen genutzt. Es ist wertvoller Lebensraum und gleichzeitig Grundlage neuen Lebens: Am Verfallprozess eines einzelnen Stammes sind je nach Holzart und Stadium etwa 600 Großpilzarten und rund 1350 Käferarten beteiligt! Das Totholz genauer unter die Lupe zu nehmen, lohnt sich also definitiv.

Neben den Naturwissenschaftlern ist auch das Institut für Soziologie der Universität Leipzig in das Projekt Lebendige Luppe involviert. Bürgerumfragen und Beteiligungsprozesse sind wichtige Instrumente, um Erkenntnisse über das Umweltbewusstsein von Menschen zu gewinnen. Daraus lassen sich wiederum Methoden ableiten, mit denen die Akzeptanz von Vorhaben im Umwelt- und Naturschutzbereich erhöht werden kann. Projektmitarbeiterin Prof. Sylke Nissen spricht in ihrem Vortrag über die Ergebnisse der kommunalen Bürgerumfrage von 2017, in der unter anderem die Einstellung der Leipziger zu ihrem Auwald als Naturraum und Erholungsgebiet erhoben wurde.

Im Rahmen der Veranstaltung wird das Projekt als „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ geehrt. Die Ehrung wird durch Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold im Namen der Geschaftsstelle der UN-Dekade an den Schirmherrn des Projekts, Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal, übergeben. Die Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, sich an diesem Tag über das Projekt Lebendige Luppe zu informieren und mit den Projektakteuren ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Programm im Festsaal:

ab 13 Uhr: Info- und Mitmachstände, Ausstellung

15.30 Uhr: Projektfilm

15.45 Uhr: Ehrung als UN-Dekade-Projekt durch Prof. Dr. Jörg Junhold

16 Uhr: Vorträge

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