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Das Wasser kann kommen

Messpunkte für Grund- und Oberflächenwasser sind bereit

Ziel des Projekts Lebendige Luppe ist es, Wasser über ehemalige, heute ausgetrocknete Fließgewässer und ehemalige Flussläufe wieder in den Auwald zu leiten. Um dafür den richtigen Weg und die geeignete Wassermenge zu ermitteln, gab und gibt es umfangreiche Vorarbeiten. Unter anderem basieren diese auf Messpunkten für das Oberflächen- und für das Grundwasser.

Im Projektgebiet nördlich der Neuen Luppe ist das Projekt schon recht weit fortgeschritten. Hier wurde in den letzten Wochen das Einlassbauwerk für die Papitzer Lachen erneuert, das Wasser aus der Weißen Elster in die ökologisch besonders wertvollen Papitzer Lachen leitet. Das Wasser, fließt künftig durch die Lachen und dann in ehemalige Flussbetten, die früher zum weitverzweigten Fließgewässernetz der Luppe gehörten. Durch weitere, kleinere Bauarbeiten wurden auch diese Fließstrecken ertüchtigt und warten nun auf den Beginn der Wasserzufuhr. Der Starttermin der Bewässerung richtet sich nach der Witterung und soll den Amphibien zur bald beginnenden Laichsaison möglichst optimale Bedingungen bieten.

Durch das ehemalige Flussbett der Heuwegluppe wird bald wieder Wasser fließen, allerdings nicht dauerhaft – je nach Jahreszeit wird es auch in Zukunft Trockenphasen geben.​ | Foto: René Sievert I NABU Leipzig
Durch das ehemalige Flussbett der Heuwegluppe wird bald wieder Wasser fließen, allerdings nicht dauerhaft – je nach Jahreszeit wird es auch in Zukunft Trockenphasen geben.​ | Foto: René Sievert I NABU Leipzig

Der Wasserzufluss wird aber in diesem Jahr nicht unbeobachtet erfolgen, vielmehr wurde das Netz von Messpunkten für Oberflächen- und Grundwasser in dem Gebiet jetzt noch einmal optimiert, um genau zu ermitteln, wann und wo wie viel Wasser ankommt. Die Messergebnisse werden dann auch in ein Grund- und Oberflächenwasser-Modell eingehen und die Berechnungen verbessern.

Um die Messgeräte für das Oberflächenwasser auszulesen, ist zum Teil echter Körpereinsatz gefragt, beispielsweise ein kurzes Bad bei sonnigem Winterwetter. | Foto: René Sievert I NABU Leipzig
Um die Messgeräte für das Oberflächenwasser auszulesen, ist zum Teil echter Körpereinsatz gefragt, beispielsweise ein kurzes Bad bei sonnigem Winterwetter. | Foto: René Sievert I NABU Leipzig
Teamwork am Ufer: Einer badet, einer nimmt die Messgeräte in Empfang, einer bedient den Laptop, der bei den kalten Außentemperaturen aber manchmal nur unwillig seinen Beitrag zum Teamwork leistet. | Foto: René Sievert I NABU Leipzig
Teamwork am Ufer: Einer badet, einer nimmt die Messgeräte in Empfang, einer bedient den Laptop, der bei den kalten Außentemperaturen aber manchmal nur unwillig seinen Beitrag zum Teamwork leistet. | Foto: René Sievert I NABU Leipzig

Am Projekt Lebendige Luppe beteiligte Wissenschaftler der Universität Leipzig (Institut für Geographie) und des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ haben die Messpunkte jetzt noch einmal kontrolliert und zum Teil erneuert oder ergänzt. Außerdem gab es vor Ort eine Begehung mit dem NABU Leipzig, dessen ehrenamtliche Mitarbeiter die Bewässerung der Papitzer Lachen nach ökologischen Kriterien bereits seit vielen Jahren regeln. Die Naturschützer freuen sich schon auf die Daten der Wissenschaftler, weil dadurch die Bewässerung in Zukunft noch besser gestaltet werden kann. Der gemeinsame Vororttermin war auch ein schöner Ausflug in die Natur der Luppeaue, in der schon langsam der Frühling erwacht: Winterlinge blühen, der Bärlauch lässt erste zarte Blätter sprießen und die Weidenkätzchen kommen nach und nach aus ihren Knospen.

Mit dem Laptop können die Wissenschaftler die Daten der Messgeräte auslesen – hier die eines Grundwasserloggers. | Foto: René Sievert I NABU Leipzig
Mit dem Laptop können die Wissenschaftler die Daten der Messgeräte auslesen – hier die eines Grundwasserloggers. | Foto: René Sievert I NABU Leipzig
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Kontaktbüro Lebendige Luppe
Michael-Kazmierczak-Str. 25
04157 Leipzig
Telefon: 0341 86967550
E-Mail: info_at_Lebendige-Luppe.de
Mo: 9–18 Uhr
Di–Do: 9–15 Uhr
(Eingang über Coppistraße, neben Nr. 69)
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